INDIANER zwischen Gestern und Heute

Forum zur Kultur, Geschichte und Gegenwart der Ureinwohner Amerikas

Grüße und Wünsche




Dieser Bereich ist für all die Themen, die nicht wirklich in eines der anderen Unterforen passen,
sondern eher allgemeinen Charakter haben

Grüße und Wünsche

Beitragvon admin » Fr 20. Dez 2013, 18:51

"Christmas is a wonderful time of peace, harmony, optimism, and good will towards others."
(Tom Jackson)

http://www.youtube.com/watch?v=F_cmnxep67k

Krippe der Indianer.jpg
Krippe der Indianer.jpg (37.93 KiB) 2052-mal betrachtet

( Huronen Krippe )

Weihnachten in der amerikanischen Historie

„Vor dem europäischen Kontakt, haben die Indianerstämme Nordamerikas nicht die Geburt von Jesus Christus gefeiert, da sie nicht von ihm gehört hatten und es nicht zu ihrer Kultur zählte.
Doch viele der Indianer von Nordamerika sind seit mehreren hundert Jahren durch die Missionaren „christianisiert“ worden. In dieser Zeit, haben sich zu den einheimischen Kulturen auch die christlichen und europäischen Weihnachtsbräuche dazugemischt, sind heute ein integraler Teil ihrer Weihnachtsbräuche, so wie auch in den meisten amerikanischen Häusern.

Viele amerikanischen Ureinwohner fanden, dass die Geschichte von Weihnachten und der Geburt Christis den Stammes Prophezeiungen ähnelt und fanden die Botschaft von Jesus im Einklang mit der Wahrheit, die ihnen von ihren Vorfahren übergeben wurde.“


„Weihnachten wurde nicht immer in den USA so gefeiert, wie es heute ist.
Die Puritaner von Massachusetts verboten z.B. unter Strafgeldandrohung jegliches feiern zu Weihnachten und auch Connecticut hatte ein Gesetz, dass die Feier von Weihnachten und das Backen von Kuchen verbot.
Ein paar der ersten Siedler feierten trotzdem Weihnachten, aber es war (während der Kolonialzeit) trotzdem noch weit von gemeinsamen Feiertagen entfernt.
Vor dem Bürgerkrieg waren sogar auch die Nord-und Südstaaten in der Frage von Weihnachten geteilt.
Die meisten im Norden dachten, es wäre eine sündige Sache, während man im Süden es als einen wichtigen gesellschaftlichen Anlass ansah.
Die ersten drei Staaten die Weihnachten zu einem gesetzlicher Feiertag machen, waren : 1836 = Alabama und Louisiana, sowie Arkansas im Jahre 1838.
Erst 1870 wurde es ein US-Nationalfeiertag.
Weihnachtsfeiern und seine Traditionen, wie die meisten in den USA es heute feiern, gab es flächendeckend in Amerika aber erst seit Mitte der 1800er Jahre“.


Der erste Native American Christmas Carol

„Das erste schriftliche Native americans-Weihnachtslied wurde von einem Jesuiten-Missionar, Pater Jean de Brebeuf, um 1640-1641, für die Huronen-Indianer geschrieben.

Die Huronen stellten eine kleine Kapelle mit Tannen und Rinde analog der Krippe zu Bethlehem auf. Dies wurde ihr Ort, wo Jesus geboren wurde.
Einige Huronen reiste mehrere Tage, um dort zur Weihnachtsfeier zu sein.

Die Tiere an der Krippe waren der Fuchs, der Büffel und der Bär. Die Geburtsstätte des Kindes war ein traditionelles Huronenbehausung und alle Krippenfiguren waren Indianer.
Das Huron Carol, was ursprünglich in der Huron-Sprache geschrieben und später auf Französisch übersetzt wurde, hat sich heute zu einem bekannten und beliebten Weihnachtslied entwickelt.“



Santa Claus, St. Nicolas, Wintersonnenwende oder Handsome Fellow

„Die amerikanische Version vom heiligen Nikolaus (oder Weihnachtsmann) kam ursprünglich von der niederländischen Version namens Sinter Klaas.
Diese Tradition kam mit den Niederländern, die in New Amsterdam (späteres New York) siedelten.

Die moderne Version davon, wie der Weihnachtsmann aussehen soll.., kam aus dem Weihnachtsgedicht von Clement C. Moore.
Geschrieben für seine Kinder im Jahr 1823, wurden diese Familien-Gedichte später für die Allgemeinheit veröffentlicht und enthielten das
mittlerweile berühmte Bild vom Santa Claus von Thomas Nast.

Unzählige Legenden ranken sich um den Schutzpatron „St.-Nikolaus“, der als Schenken bekannt wurde,
eigentlich aber der Schutzpatron von Russland und Griechenland (Orthodoxen Kirche) etc. ist, sowie der Kinder, Matrosen, Gefangenen, Bäcker, Pfandleiher, Ladenbesitzer und Wölfe.“

http://www.aaanativearts.com/mailbag-archive/1367-how-do-native-americans-celebrate-christmas.html


Die immer noch mit bekanntesten traditionellen Bräuche bei den Native americans :

Handsome Fellow

"Eine Reihe von verschiedenen Kulturen haben eine freundliche Gestalt, die den Kindern in der Weihnachtszeit Süßigkeiten und Geschenke bringt.
Für viele Native Americans ist dieser Herr als Handsome Fellow bekannt (im Englischen als "hübscher Kerl" übersetzt).


Das Fest der Wintersonnenwende

"Dem Fest um Dank zu sagen, für die Familie Zeit zu haben und an die Vorfahren zu denken. Da es um den gleichen Zeitraum wie dem Datum Christis Geburt handelt, erklärt die Bedeutung beider Feste für die Ureinwohner heute.“

siehe :

http://christmas.lovetoknow.com/christmas-history-traditions/native-american-christmas-traditions

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Cherokee Weihnachtsgrüße - Traditionelle Weihnachtsbräuche, bzw.
warum ist das Feiern zu Weihnachten verbunden mit Schießen ?


(von Brian Wilkes)

"Die beiden häufigsten Cherokee Weihnachtsgrüße sind „Tsisa Kohi-iga adehvga“ und „Ulihelisdi danistayohihv“
(Hinweis: Translitereated .. "v" in Cherokee steht für ein nasales "uh", was wie eine Kombination aus "ung" und "umm" klingen kann)

Das erste heißt einfach : "Jesus wird heute geboren."
Das zweite bedeutet : "Wir freuen uns, auf die Jagd zu gehen",
(oder „danistayohihv "= sie gehen schießen."

Warum solch einen Ausspruch für einen Weihnachtsgruß ?

Die Cherokee-Sprache gibt uns einen Blick in die Geschichte und Entwicklung der Feiertags Traditionen:

In den Tagen voller Kälte und Frische war es unerlässlich, dass Jemand an diesem Tag zuvor auf die Jagd gehen musste, um eine Pute oder Gans oder Wachteln oder Wild zum Weihnachtsessen zu haben.

Schon als Teenager (hey! nicht so lange her, wie viele von Ihnen vielleicht denken), erinnere ich mich an die Jagd am Weihnachtsmorgen im Süden.
Wir erschossen selten (never!) etwas, und ging dann nach Hause, um zu kochen was in der Tiefkühltruhe war.
Aber zumindest sind wir zum Schießen am Weihnachtsmorgen gegangen und haben die Tradition erfüllt.

Ein weiterer Grund für den Ausspruch ist :

Die Cherokee Gemeinden im Süden und Südwesten haben sich das von dem spanischen Brauch, Weihnachten mit Feuerwerkskörpern zu feiern, ausgeliehen.
Der Ausspruch war zwar der gleiche, aber dieses Mal bezog es sich auf die Feuerwerkskörper, nicht die Jäger, die zum schießen gingen.

Der Weihnachtsmann hieß einfach "er schießt Feuerwerkskörper", oder Distayohi.
„Aneha“ (er bringt) „didanedi“ (Geschenke) zu „nigada“ (allen) und zu den „ diniyotli osda“ (guten Kindern). Er legte sie unter die „Atsina" (Zeder), welche als Belohnung das sie die ganze Nacht Wache hält, bald nach der Erschaffung der Welt, ihre Blätter das ganze Jahr behalten durfte.
Der „Distayohi“ kommt mit dem Pferdeschlitten durch „galiquogi" (sieben) "awi" (Hirsche) gezogen.

Während die älteren Cherokee noch traditionelle, spirituellen Praktiken lebendig halten, sind heute Cherokee überwiegend Baptisten und Methodisten.
Die anpassungsfähigen Cherokees hatten weniger Mühe, wie in einigen anderen indianischen Nationen, die christlichen Botschaft mit aufzunehmen.

Viele Weihnachtslieder sind in Cherokee übersetzt, wie "Stille Nacht" und "Hark The Herald Angels Sing".

Und viele kennen auch die Weihnachtsgeschichte, in der die „Adawi " (Engel) bekannt geben :

"Tlesdi Tsigayesdi !" (Habt keine Angst).

Also, wenn Sie nach Mitternacht am 24. Dezember Explosionen hören ...:
„Tlesdi Tsigayesdi,"
es sind nur ihre Nachbarn, die Cherokee, die Weihnachten feiern ! “

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Und hier die dazugehörige Musik :

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2013/12/17/christmas-playlist-5-favorite-carols-native-languages-152754

http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2011/12/25/canadas-first-christmas-carol-was-huron-language-69426

http://music.cbc.ca/#/blogs/2013/12/The-Huron-Carol-listen-to-our-Canadian-Christmas-carol-10-ways

http://www.wyandot.org/carol.htm

und den Baum :

Weihnachten_bei_Indianern.jpg


Einen Weihnachts-Baum mit Native American Schmuck, kann man in der Prairie Star Gallery in der Innenstadt von Sioux Falls seit nunmehr 17 Jahren bewundern.

Der Baum wird mit Ornamenten von Dutzenden von Native American Familien aus der Region geschmückt.

Galerist Linda Boyd erzählt in dem nachfolgenden Video mehr über die Tradition :

http://www.argusleader.com/article/20131206/VIDEO/131206017/Video-History-tree-displays-Native-American-ornaments-?gcheck=1



Merry Christmas & Happy New Year !

Allen Usern, die mal hier vorbeischauen und denen, die mit an diesem "Projekt" sich beteiligen, d.h. "den indianischen Menschen mit ihrem traditionellen Backround und in der heutigen Zeit in einem deutschen Forum eine Plattform zu geben, die frei von Klischees ist",zu diesem Anlass :

DANKE , ein frohes Fest und bleibt gesund !
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von Anzeige » Fr 20. Dez 2013, 18:51

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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon Bärbel » Fr 20. Dez 2013, 19:51

Dem kann ich mich nur anschließen

Frohe Weihnachten

Gruss
Bärbel
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Re: Weihnachtsgrüße

Beitragvon elk » Di 24. Dez 2013, 16:10

A child’s prayer brought about a miracle
(Ein betendes Kind bewirkte Wunder in Pine Ridge )

Notes from Indian Country
By Tim Giago (Nanwica Kciji)
© 2013 Native Sun News

Diese wunderbare „Weihnachtscolumne“ von Tim Giago , die er im Dezember 1984 geschrieben hat und Gewinner des H. L. Mencken Award from the Baltimore Sun and the “Best Local Column Award from the South Dakota Newspaper Association in 1985 wurde, musste ich unbedingt verlinken!
( Leider ist Copyright drauf, so dass ich mir die inhaltliche Übersetzung ersparen muss.)
Enos Poor Bear starb wenige Jahre nachdem diese Columne geschrieben wurde. Er blieb bis zu seinem Tod ein Freund und Berater von Tim Giago.

http://www.indianz.com/News/2013/012093.asp
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Re: Grüße und Wünsche

Beitragvon admin » Di 31. Dez 2013, 01:54

HAPPY NEW YEAR !


1098477_486237914798753_1729555724_n.jpg
- und bleibt uns auch im Neuen Jahr treu !
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Re: Grüße und Wünsche

Beitragvon admin » Sa 20. Dez 2014, 16:15

Merry Christmas and Happy New Year
( and Best Wishes !)


yule-moon-on-lodge.jpg


Alles Gute , eine schöne Weihnachtszeit und einen frohen Rutsch !


:big5:
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Re: Grüße und Wünsche

Beitragvon admin » So 5. Apr 2015, 00:28

EIN SCHÖNES OSTERFEST

und erholsame, gesunde Feiertage !


osterhase.jpeg
osterhase.jpeg (10.48 KiB) 1843-mal betrachtet


Auch wenn Ostern ein christliches Fest ist, hier ein paar Beispiele dafür,
"wie die Ostereier auch zu den Natives kamen" :


http://epublications.marquette.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1043&context=lib_fac

http://plainshumanities.unl.edu/encyclopedia/doc/egp.fol.012
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Re: Grüße und Wünsche

Beitragvon elk » So 10. Mai 2015, 14:53

"Mother`s Day"

mother wolf and pups.jpg


Zitat :

“It seemed as if the spiritual and social tapestry they had created for centuries was unraveling.
Everything lost that sacred balance. And ever since, we have been striving to return to the harmony we once had.
It has been a difficult task. The odds against us have been formidable.
But despite everything that has happened to us, we have never given up and will never give up.”

(Wilma Mankiller)



“Why Native Moms Will Rule the World: Happy Mother's Day”
by Gyasi Ross (Blackfeet Nation/Suquamish Territories)

Auszug:

„Aber sie hielt aus, trotz dieser furchtbaren geschichtlichen Quoten. Genau wie sie heute aushalten.
Sie halten aus, wenn einige ihrer Kinder den Glauben verlieren und Selbstmord begehen, um den Rückgriff auf Alkohol und Drogen zu entkommen.
Sie wissen, dass nur sie es zusammen halten können; es liegt in ihren Genen.

Sie halten aus, auch wenn sie innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaften Opfer häuslicher Gewalt und sexueller Gewalt werden;
schreckliche Verbrechen der anhaltenden Dummheit männliche Privilegien, die oft Gewalt ´gegen unsere Lebensspender´ rechtfertigen,
die diese nicht melden und die nicht verfolgt werden.


And while there are many memes and bumper stickers that profess almost a reverence for Native mothers and grandmothers,
many times our actions still don’t show that.

“We have never given up and will never give up.”

We can judge the health of Native nations by the health of our mothers and grandmothers;
if Native mothers and grandmothers are not well, we are not well.

Simple.


Native Moms: Happy Mother’s Day. Thank you for never giving up.
Thank you for continuing to believe in us even when we don’t deserve your faith and love.

We would have been literally extinct if not for your incredible faith and love. Enjoy your weekend.“



http://indiancountrytodaymedianetwork.com/2015/05/08/why-native-moms-will-rule-world-happy-mothers-day-160312
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Re: Grüße und Wünsche

Beitragvon elk » So 10. Mai 2015, 14:54

Happy Mother’s Day: Sunday, May 10, 2015
by Native News Online Staff /

http://nativenewsonline.net/currents/happy-mothers-day-sunday-may-10-2015/

UO Native American Student Union’s annual Mother’s Day Powwow starts 8. May 2015 :
https://around.uoregon.edu/content/uo-native-american-student-unions-annual-mothers-day-powwow-starts-may-8

Legend of the White Buffalo Woman :

„Die Sage von der Weißen Büffel -Kalb-Frau, erzählt, wie das Volk die Möglichkeit mit dem Schöpfer zu kommunizieren verlor.
Der Schöpfer schickte die heilige „White Buffalo Woman“, um die Menschen zu lehren, wie man mit der Pfeife beten kann.
Mit diesem Rohr wurden ihnen sieben heilige Zeremonien gegeben, um dadurch für die Menschen eine Zukunft mit Harmonie, Frieden und Gleichgewicht zu gewährleisten.“


https://www.youtube.com/watch?v=ZJrpZi33gnI

http://www.wilderutopia.com/traditions/lakota-vision-world-harmony-white-buffalo-calf-woman/

https://www.youtube.com/watch?v=hfcpYAQpTvA
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Re: Grüße und Wünsche

Beitragvon admin » Mi 16. Dez 2015, 19:44

ALLEN EINEN SCHÖNEN 4. ADVENT

und ein erholsames, friedvolles

WEIHNACHTEN 2015 !


"Danistayohihv &Aliheli'sdi Itse Udetiyvasadisv !"

"Ya'at'eeh Keshmish !"

" Mèli Këlëshmësh !"

"Wanikiya tonpi wowiyuskin & Omaka teca oiyokipi !"


http://www.nativevillage.org/Editorials/Merry%20Christmas%20in%20Native%20Languages.htm
Dateianhänge
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Re: Grüße und Wünsche

Beitragvon elk » So 20. Dez 2015, 01:45

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