INDIANER zwischen Gestern und Heute

Forum zur Kultur, Geschichte und Gegenwart der Ureinwohner Amerikas

Wie war das nochmal mit den Pilgervätern, der Mayflower und




Raum für "Myth Buster" - Fundstücke mal etwas anders beleuchtet

Wie war das nochmal mit den Pilgervätern, der Mayflower und

Beitragvon Bärbel » Di 17. Jul 2012, 11:21

Wie war das noch mit den Pilgervätern, der Mayflower und Thanksgiving?

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Ende des 17. Jahrhunderts regierte in England Queen Elisabeth I. und schrieb, ebenso wie auch andere Regenten Europas, ihren Untertanen vor, wie sie ihren Glauben auszuleben hätten. Unter anderem die Gruppe der sogenannten Puritaner war damit jedoch nicht einverstanden. Sie wollten die Kirche nach calvinistischen Grundsätzen reformieren und von nach ihrer Meinung unnützem Schnörkel befreien. Alles, was nicht ausdrücklich in der Bibel stand, sollte abgeschafft werden. Dies führte selbstverständlich zu heftigsten Auseinandersetzungen. Als 1603 Queen Elisabeth I. starb und King James I. den Thron bestieg, machten sich die Puritaner zunächst durchaus Hoffnungen, endlich ihre Glaubensgrundsätze durchsetzen zu können. King James I. jedoch hatte daran nicht das mindeste Interesse und drohte damit, die Puritaner aus dem Land zu jagen, wenn sie ihn weiter mit solchen Dingen behelligen würden. Da diese jedoch in Glaubensfragen ziemlich radikal waren, ließen sie King James natürlich nicht in Ruhe, was dazu führte, dass dieser sie tatsächlich des Landes verwies. Wer nicht auf dem Land untertauchte, oder auswanderte, wurde gnadenlos verfolgt und landete im Gefängnis. Offener Protest gegen die anglikanische Staatskirche galt als Hochverrat und somit waren Verfolgung, Folter und Hinrichtung an der Tagesordnung.

Die Niederlande galten zu dieser Zeit als sehr liberal und so zogen einige Puritaner es vor, 1608 nach dort auszuwandern in der Hoffnung, von dort aus doch noch die anglikanische Kirche reformieren zu können. Die Niederländer wiederum waren ihnen zu liberal und somit wollten die Puritaner auf gar keinen Fall, dass ihre Kinder einmal wie diese niederländische Freigeister würden. Somit blieb ihnen letztendlich nichts anderes übrig, als sich abermals auf den Weg zu machen, um einen Ort zu finden, wo sie so leben konnten, wie ihr Glaube dies verlangte.

1620 machte man sich deshalb von den Niederlanden aus auf den Weg, um zunächst in Südengland weitere Puritaner aus dem Untergrund zu treffen und mit ihnen zusammen nach Amerika aufzubrechen. Die Reise war jedoch schlecht vorbereitet und so häuften sich die Schwierigkeiten, was letztendlich dazu führte, dass viele aufgaben und die wenigen Verbliebenen viel später als geplant die Reise nach Amerika antraten. Dazu mussten sie ein Frachtschiff - die später so berühmte „Mayflower“ - anmieten, die sie sich allerdings mit einigen Abenteurern, die in Virginia ihr Glück suchen wollten, teilen mussten. Jedoch so radikal sie auch in Glaubensfragen waren, so liberal waren sie im Umgang mit Menschen. Somit herrschten schon auf der Überfahrt Toleranz und Respekt gegenüber allen Mitreisenden ohne Ansehen der Religion.

Insgesamt 102 Personen, die später dann als „Pilgerväter“ in die Geschichte eingehen sollten, traten im Herbst des Jahres 1620 dann tatsächlich die Reise nach Amerika an. Diese Jahreszeit ist für solch eine Ozeanüberquerung allerdings aufgrund der immer wieder auftretenden Stürme denkbar ungünstig und somit sind bereits auf der Überfahrt viele verstorben. Ziel der Reise war eigentlich das Flusstal des Hudson River im heutigen New York State. Allerdings hatten sie aufgrund der Herbststürme die Orientierung verloren und somit sahen sie am 9.11.1620 nach 65 Tagen auf äußerst rauher See zwar zum ersten Mal wieder Land, dieses Land war allerdings das heutige Cape Cod, das heißt sie waren hunderte Meilen zu weit nördlich. Der Kapitän versuchte zunächst, diesen Fehler auszugleichen, indem er an der Küste entlang südwärts segelte, eine Umsegelung von Cape Cod ist zu dieser Jahreszeit allerdings viel zu gefährlich, so dass er wieder umkehrte und man es vorzog, am nördlichen Zipfel von Cape Cod vor Anker zu gehen.

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Für Puritaner zählt der einzelne mehr als die Hierarchie. Bei bedeutsamen Fragen ist immer die Übereinstimmung aller Gemeindemitglieder wichtig. Wenn eine gemeinsame Entscheidung getroffen wurde, gehen Puritaner davon aus, dass dies dann auch Gottes Wille ist. Somit war es ihnen nun auch wichtig, gemeinsam festzulegen wie ihr Leben in der neuen Heimat aussehen sollte, und es wurde - noch bevor der erste von ihnen einen einzigen Fuß an Land gesetzt hatte - zunächst ein Vertrag, der sogenannte „Mayflower-Vertrag“ geschlossen, der nahezu alle Rechte und Pflichten regelte und der allen die gleichen Rechte ohne Ansehen der Religion zusicherte. (Heute wird dies als die erste Verfassung in der Geschichte Amerikas angesehen.) Und erst als alles einvernehmlich geregelt war, ging man am 15.11.1620 zum ersten Mal an Land, um zu erkunden, wo ein geeigneter Lagerplatz zu finden sei.

Zunächst erschien das Land völlig unbewohnt. Da man sich damals auch in Europa viele Greuelgeschichten über Indianer erzählte, fanden die Einwanderer es überaus beruhigend, zunächst kein einziges Lebenszeichen irgendwelcher Indianer zu finden. Auf ihrer Erkundungstour stießen sie allerdings auf in der Erde vergrabenes Saatgut. Dass dies bedeutet, dass normalerweise durchaus Menschen in dieser Gegend leben, hat sie allerdings wenig beeindruckt. Ihre eigenen Vorräte gingen zur Neige bzw. waren längst aufgebraucht und somit waren ihnen die Dinge, die sie im Boden vergraben fanden, überaus willkommen und sie haben sie als „Geschenk Gottes“ mitgenommen. Hemmungen, sich einfach ohne Rücksicht auf den rechtmäßigen Eigentümer das zu nehmen, was sie brauchten, hatten sie nicht. (Man sagt, sie hätten „freundlicher Weise“ einen Zettel dagelassen, dass sie später für die Waren zahlen würden. Eine solche Bezahlung hat es jedoch niemals wirklich gegeben. Deshalb lachen die Indianer heutzutage darüber und sagen, dass sie schon damals von europäischen Einwanderern nach Strich und Faden belogen wurden.)

Cape Cod war für die Indianer der Gegend, die Wampanoag, in den Wintermonaten unbewohnbar. Im Sommer jedoch war diese Landschaft sehr beliebt und die Wampanoag hatten dort unter anderem ihre Gärten. War die Ernte eingebracht, wurde das Saatgut für das nächste Jahr in Vorratsgruben im Boden vergraben und die Wampanoag zogen für den Winter in etwas freundlichere Gegenden. Deshalb war bei Ankunft der Pilgerväter auch zunächst kein Lebenszeichen von ihnen zu finden. Die Einwanderer hatten trotzdem so viel Angst vor möglichen Indianerangriffen, dass sie trotz bitterlicher Kälte und einigen Todesfällen nicht einmal wagten, ein Feuer zu entzünden.

Allerdings konnten die Pilgerväter auf Cape Cod keinen Platz finden, der sich für die Errichtung einer Siedlung eignet und machten sich auf zur anderen Seite der Bucht, wo sie im Dezember 1620 kurz vor Weihnachten in der Nähe des heutigen Plymouth landen.

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Der Platz bestand zwar fast nur aus Sand, schien sich aber ansonsten zur Besiedelung zu eignen. Sie fanden dort zwar Gräber und menschliche Überreste, was eigentlich eher schlechte Vorzeichen waren, jedoch waren sie viel zu erschöpft, um nach einem anderen, möglicher Weise besseren Siedlungsplatz zu suchen. Außerdem dachten sie, dass Gott vielleicht nur das Land „gereinigt“ hat, damit dort nun die von ihm auserwählten Menschen (also die Pilgerväter) leben konnten. Sie hatten keine Vorräte und kein frisches Gemüse mehr, viele waren krank oder sowieso schon verstorben. Aber trotzdem fingen sie Weihnachten an, die ersten Häuser zu errichten.

Die Wampanoag, die sich selbst „Menschen des ersten Lichts“ nannten, da sie an der östlichsten Landspitze lebten, wo die Sonne zuerst aufgeht, lebten umgeben von den Massachuset, den Nipmuc, den Mohegan, den Pequot und den Narragansett.

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Sie alle gehören zu der großen Sprachfamilie der Algonquin, sprachen jedoch verschiedene Dialekte. Es gab immer wieder verschiedene Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Stämmen, die dann manchmal friedlich manchmal aber auch kriegerisch ausgetragen wurden. Dadurch konnte es dann auch sein, dass der Schwächere an den Überlegenen eine Art Tribut zahlen musste, wobei die Wampanoag die meisten dieser Auseinandersetzungen vor allem mit den Narragansett hatten.

Sie lebten von allem, was das Meer zu bieten hatte, nutzten das Süßwasser für ihre Felder, wo sie hauptsächlich Mais, Bohnen und Kürbis anbauten, und in ihren Wäldern gab es mehr als genug Wild, so dass sie grundsätzlich gut über den Winter kamen. 1615 gab es mehrere 10000 Wampanoag, so dass die Franzosen lieber keine Kolonien im Gebiet der Wampanoag gründen wollten, weil es ihnen dort zu viele Menschen gab. Es kamen schon mal „Besucher“, die manchmal auch Wampanoag entführten, aber seit Columbus waren nicht allzu viele „Besucher“ im Gebiet der Wampanoag gewesen. 1617 - 1619 hatte es allerdings eine Epidemie gegeben, die die Wampanoag hart getroffen hatte. Es lässt sich heutzutage schlecht sagen, welche Krankheit es genau war, jedoch kannten die Wampanoag keine wirkungsvolle Medizin gegen diese Krankheit, wodurch oftmals ganze Dörfer komplett ausgelöscht wurden. Allein durch diese Epidemie starben bald 90% der Wampanoag und ihre ganze Welt stand Kopf. Gab es ursprünglich in dem Dorf Patuxet etwa 2000 Wampanoag so lebte 1620 so gut wie kein einziger mehr von ihnen. (Und genau dieser Ort Patuxet war der Ort, wo die Pilgerväter ihre ersten Häuser - und damit das heutige Plymouth - erbauten.)

Den Narragansett kam diese Epidemie sehr gelegen, sahen sie darin doch eine gute Gelegenheit, die Wampanoag nun endlich zu unterwerfen. Somit waren die Wampanoag doppelt unter Druck und durchaus auf der Suche nach geeigneten Verbündeten, die am besten sowohl gegen die Narragansett als auch gegen die Krankheit helfen konnten. Deshalb hat Massassoit, der damalige Anführer der Wampanoag die Ankunft der Pilgerväter auch mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen. Auf der einen Seite hatte es sich durchaus auch bis zu ihm herumgesprochen, wie europäische Einwanderer anderenorts mit Indianern umgesprungen waren, aber wie sollte denn von so wenigen, die dazu auch noch offensichtlich krank und schwach waren, eine ernsthafte Bedrohung ausgehen? Außerdem waren sie mit Frauen und Kindern gekommen. So zieht nach Ansicht der Indianer aber niemand in den Krieg. Deshalb ließ er sie zunächst nur möglichst unbemerkt beobachten.

Gerade in diesem ersten Winter war die Sterberate unter den Pilgervätern mit etwa 50% sehr hoch. Fast täglich starben Menschen. Nachts hörten sie für sie unbekannte Geräusche. War das der Teufel? Oder waren es die wilden Indianer? Waren die Indianer überhaupt eine Bedrohung? Schließlich hatte sich noch kein Indianer blicken lassen. Dabei mussten doch welche in der Nähe sein. Es fehlte zwar an allen Ecken und Enden an Arbeitskräften, aber man wollte Stärke zeigen, da ansonsten ein möglicher Überfall der Indianer das sichere Ende bedeutet hätte. Deshalb wurden tagsüber selbst Kranke als Wachen abgestellt. Dazu lehnte man sie an Bäume und band sie gegebenenfalls dort auch fest in der Hoffnung, dass die Indianer den Schwindel nicht bemerken würden. Tote wurden grundsätzlich nachts beerdigt, damit kein Indianer feststellen könne, wie viele der Einwanderer noch übrig waren. (Waren zunächst 102 Personen in Richtung Amerika aufgebrochen, so hatte man bis zum Ende des Winters bereits 45 von ihnen beerdigt. Von den ursprünglich 18 Frauen hatten gerade mal 5 überlebt.)

Die Wampanoag, die die Einwanderer die ganze Zeit beobachtet hatten, waren von deren Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen beeindruckt. Außerdem hatten sie gehört, dass auch kleine Gruppen europäischer Einwanderer manchmal sehr starke Verbündete bei kriegerischen Auseinandersetzungen sein konnten bzw. dass europäische Einwanderer manchmal Medizin gegen Krankheiten kannten, die den Indianern bis dahin unbekannt war. Somit erhoffte sich Massassoit durch eine Allianz mit den Pilgervätern große Vorteile für die Wampanoag. Viele der anderen Anführer der Wampanoag plädierten zwar dafür, die europäischen Einwanderer endlich auszulöschen, Massassoit mahnte jedoch zur Geduld und die endgültige Entscheidung hierzu lag ausschließlich bei ihm. Damals meinte Massassoit auch noch, dass er durchaus in der Lage sein sollte, diese gerade mal etwa 50 Leute unter Kontrolle zu halten und somit von ihnen lernen und nur profitieren zu können.

Als nun endlich der erste Frühling kam, hatten die Pilgerväter die Hoffnung, das Schlimmste überstanden zu haben. Das einzige was sie immer noch stark beunruhigte, war die Tatsache, dass sie bis dahin immer noch keinen einzigen Indianer zu Gesicht bekommen hatten. Das sollte sich jedoch bald ändern. Am 16.3.1621 stand plötzlich ein Indianer auf einem nahe gelegenen Hügel, der nicht die geringste Angst vor dem Kontakt mit den Pilgervätern zu haben schien. Da die Pilgerväter zunächst grundsätzlich allen Kreaturen gegenüber tolerant waren (man konnte ja nie wissen, ob man sie nicht mal als Verbündete für ein gottgefälliges Leben brauchen könnte), sahen sie auch in diesem Indianer nicht den furchteinflößenden Wilden aus all den Greuelgeschichten, die sie bis dahin gehört hatten, sondern vor allem ein menschliches Wesen und haben ihn entsprechend behandelt.

Dieser Indianer war ein Mann, der bereits engeren Kontakt mit englischen Siedlern gehabt hatte und sich dadurch etwas mit der englischen Lebensweise auskannte und auch ein bisschen Englisch sprach. Englische Siedler hatten ihm den Namen Samoset gegeben und Massassoit hatte ihn nun geschickt, um mit den Pilgervätern Kontakt aufzunehmen und diese möglicherweise als Verbündete zu gewinnen. Massassoit selbst hielt sich zunächst mit einigen seiner Krieger im Hintergrund, da Samoset erst herausfinden sollte, ob die Einwanderer wirklich freundlich gesinnt seien. Als Samoset jedoch freundlich aufgenommen wurde, kam auch Massassoit mit etwa 60 Kriegern in das Dorf, um nun selbst mit den Einwanderern zu sprechen.

Da Massassoit selbst nicht der englischen Sprache mächtig war, diente ein Mann namens Tisquantum (manchmal auch nur kurz Squanto genannt) als Dolmetscher. Tisquantum war einer derjenigen, die von den oben erwähnten „Besuchern“ früher mal entführt und als Sklave nach Europa verschleppt worden war. Dadurch war er jetzt nach seiner Rückkehr zwar mit europäischen Gewohnheiten vertraut und sprach auch genügend englisch, allerdings hegte er selbst eine große Abneigung gegen die Einwanderer und hat im Zuge seiner Übersetzungen auch immer wieder versucht, Massassoit gegen die Siedler aufzubringen und seine eigene Machtposition zu stärken. Massassoit versprach sich jedoch trotzdem sehr große Vorteile von einer Allianz mit den Pilgervätern und so wurde vereinbart, dass die Wampanoag und die Pilgerväter sich gegenseitig helfen und von einander lernen sollten.

Aus diesem Grund schickte Massassoit auch prompt gleich am nächsten Tag Leute zu den Einwanderern, um ihnen zu zeigen, wie man Mais pflanzt und wie man mit den sonstigen einheimischen Pflanzen umgeht. Die Wampanoag versorgten die Pilgerväter mit Nahrungsmitteln und Fellen und erhielten dafür Messer, teilweise Waffen und andere europäische Gebrauchsgegenstände. Das auf Cape Cod gestohlene Saatgut gedieh prächtig (das aus Europa mitgebrachte Saatgut überhaupt nicht) und es entwickelte sich ein überaus reger „Kulturaustausch“, der von beiden Seiten überaus geschätzt war. Die Siedler hatten die Erzählungen über die „grausamen Wilden“ zwar nicht völlig vergessen und blieben immer ein wenig zurückhaltend gegenüber den Wampanoag, aber die Wampanoag waren in ihrer Siedlung nicht nur geduldet sondern wirklich gern gesehen und manchmal entwickelten sich auch sehr enge Freundschaften.

Im Spätsommer bis Herbst 1621 hatten die Siedler eine riesige Ernte und somit war es auch für die Pilgerväter an der Zeit, Gott für diese reiche Ernte zu danken. Die Wampanoag haben vielleicht nicht den calvinistischen Hintergrund von diesem Dank an Gott verstanden, aber sie waren jetzt Freunde und somit auf einer solchen Dankesfeier sehr gerne gesehen und auch voll integriert. Und auch, wenn die Wampanoag vielleicht nicht den Brauch des Erntedanks kannten, so kannten sie zu etwa der gleichen Jahreszeit das sogenannte „Green Corn Fest“. Egal, was für Auseinandersetzungen es das Jahr über gegeben hatte, Green Corn Fest ist ein Fest der Vergebung. Die streitenden Parteien schließen beim Green Corn Fest wieder Frieden und alles Vergangene ist vergessen. Zusätzlich ist das Green Corn Fest eine gute Gelegenheit, neue Freundschaften zu schließen und alte zu festigen. Somit war auch den Wampanoag daran gelegen, ein solches Fest zusammen mit den Pilgervätern zu feiern.

Die Pilgerväter bereiteten also ihr erstes Thanksgiving in der neuen Heimat vor und Massassoit und einige seiner Krieger, die gleich fünf ganze Hirsche dazu mitbrachten, sollten daran teilhaben. Es war ein riesiges Fest, das ganze drei Tage gedauert hat. (Heute kann man allerdings nicht mehr feststellen, an welchem Tag genau dieses Fest stattgefunden hat. Deshalb wird es heutzutage in den USA immer am vierten Donnerstag im November und in Kanada am zweiten Montag im Oktober gefeiert.)

Leider wird in den meisten Geschichtsbüchern die Integration der Indianer gerade zu Thanksgiving jedoch größtenteils vergessen, wodurch sich heutzutage Thanksgiving für die Indianer eher zu einer Art Volkstrauertag entwickelt hat. Für die damaligen Siedler war aber gerade die Integration der neu gewonnenen Freunde überaus wichtig.

Gruss
Bärbel
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von Anzeige » Di 17. Jul 2012, 11:21

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"Thanks Giving" aus Sicht der Indianer

Beitragvon elk » Mo 1. Dez 2014, 00:38

Die Wahrheit über Thanks Giving -

Aus der Sicht der Ureinwohner :


"Für viele Ureinwohner, ist Thanksgiving ein Tag des Protestes. Tausende von Menschen nehmen an einer Sonnenaufgangs Zeremonie auf Alcatraz Island in der San Francisco Bay teil und viele der Wampanoags erinnern bei Cape Cod an ihre Vorfahren, welche die ersten Pilger trafen.

"Es gibt auf jeden Fall viele Geschichten und Beweise für die tragischen Umstände, was den indianischen Völkern nach dem ersten ´ Erntedank´ passierte."

"Aber, ich denke, es ist eine gute Sache, wenn wir eine bestimmte Zeit des Jahres zur Danksagung für unsere Segnungen nehmen. Wir werden daran erinnert, dass eine Zukunft nach uns gibt, und diese Zukunft gehört unseren Kindern. Danken ist Teil unserer Tradition und der Ernte Zeremonien der indianischen Bevölkerung.
Danken wird immer ein wichtiger Teil der indianischen Landes sein.“


The Haudenosaunee Thanksgiving Address:
Worth Reading Today, and Every Day

Die Frage "Wie Indianer Erntedank feiern" ist also nicht ganz so einfach zu beantworten !

Indianer sind kein monolithischer Menschen, sondern eine Sammlung von vielen Kulturen und Individuen.
Innerhalb ihrer Kulturen werden sie auf jeden Fall verschiedene Gefühle über den Tag, auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen und Erziehung haben.


"Nein, ich glaube nicht das sie eine Danksagung an dem Tag feiern“ ,
schrieb Dennis Zotigh in einem Essay 2011.
"Aber ich weiß um die Vorteile der freien Tage und dem Beisammensein mit Familie und Freunden, um gemeinsam eine große Mahlzeit einzunehmen, ohne dabei einmal im Jahr an den Erntedank 1621 zu denken. Ich denke, es ist ähnlich in vielen Ureinwohner- Haushalten."

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Der amerikanische Ursprung :

„Der erste Erntedank wurde von Abraham Lincoln im Jahr 1864 ausgerufen.
Er dachte nicht an die Pilger oder Wampanoags, er dachte dabei an das Land was durch den Bürgerkrieg geteilt war .
Er bestimmte den letzten Donnerstag im November für die Danksagungen.“


Thanksgiving hat 2014 am 27. November stattgefunden.

Und hier die offizielle
“ Danksagung” der Haudenosaunee:

“Greetings to the Natural World “

http://www.americanindian.si.edu/environment/pdf/01_02_Thanksgiving_Address.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=sWKac3o7isk

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Re: Wie war das nochmal mit den Pilgervätern, der Mayflower

Beitragvon elk » Do 23. Nov 2017, 19:06

Thanksgiving Prayer, Native America, and gratitude.


„Haudenosaunee Thanksgiving-Gebet: Dankbarkeit ist ewig“

Text-Übernahme:

„ Als dieser Tag des Erntedankfestes dämmert, sind die Worte des Haudenosaunee Thanksgiving Prayer wahrer als je zuvor.
Beginnend mit allen Menschen und fortschreitend zur Erdmutter, Großmutter Mond und Big Brother Sun,
ist das Gebet eine Hommage an alles, was uns trägt und uns weiterbringt.
Es erinnert uns daran, uns um diese Dinge und damit um uns selbst und um einander zu kümmern :



“Today we get together to remind ourselves that we were given a responsibility
to live in balance and harmony with one another and with all the living things of Mother Earth",
the prayer begins.

“We think of the people we met and the ones we haven’t met as yet.
We remember that all of the people who live on every part of Mother Earth are all connected,
related and bound together in the same circle of life. so we bring our minds together as one.
As we pile high our greetings, express our love and give thanks to all of the people here
and everywhere on Mother Earth."

“Now our minds are as one.”


Happy Thanksgiving ! “



https://indiancountrymedianetwork.com/history/events/haudenosaunee-thanksgiving-prayer-gratitude-is-eternal/


Hier kann man auch das Gebet von Howard Hill (Tuscarora) in der Sprache Tuscarora hören.
Er ist einer der letzten fließenden Sprecher des Stammes:


http://www.artinjun.ca/printup_hope/


Frohes Thanksgiving !




(Thanksgiving wird am zweiten Montag im Oktober in Kanada
und am vierten Donnerstag im November in den Vereinigten Staaten gefeiert)
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Re: Wie war das nochmal mit den Pilgervätern, der Mayflower

Beitragvon elk » Do 23. Nov 2017, 19:08

6 Thanksgiving-Mythen und die Wampanoag-Seite der Geschichte

- Die Feier des Erntedankfestes entstand aus einem Massaker -

Vincent Schilling • 14. November 2017


„ In Anbetracht der Tatsache, dass Indian Country Today seinen gerechten Anteil an der wahren Geschichte des Erntedankfestes veröffentlicht hat,
zu dem, was 90 Wampanoag mit den Pilgern 1621 teilten, dachten wir, wir würden uns ein wenig Zeit nehmen,
um einige der häufigsten Missverständnisse über den Novemberbrauch zu vertiefen.
Zumal viele Amerikaner denken, es sei das einzige, was im November passiert.

1.- „Die Feier des Erntedankfestes entstand aus einem Massaker :

Obwohl die Pilger 1621 ein Fest feierten, wurde es in den folgenden Jahren nicht wiederholt.
1636 wurde ein ermordeter Weißer in seinem Boot gefunden und die Pequot wurden beschuldigt.
In Vergeltung verbrannten dann Siedler die Dörfer der Pequot.

Zusätzlich versammelte der englische Major John Mason seine Truppen, um weitere Pequot-Wigwams zu verbrennen,
und griff dann hunderte Männer, Frauen und Kinder an und tötete sie.
Der Gouverneur von Plymouth William Bradford schrieb : "Diejenigen, die dem Feuer entkommen sind,
wurden mit dem Schwert getötet; einige wurden in Stücke gehauen, etc. - und nur sehr wenige entkamen.
Es wurde angenommen, dass sie ungefähr 400 Pequot in dieser Zeit töteten.
(Anmerkung : Grausame Einzelheiten zu den Berichten spar ich mir hier.)

Am Tag nach dem Massaker schrieb William Bradford, der auch Gouverneur der Massachusetts Bay Colony war:
„ dass von diesem Tag an ein Tag der Feier und Dank für die Unterwerfung der Pequots erfolgen sollte
und "Für die nächsten 100 Jahre, jeder Erntedankfeststag von einem Gouverneur zu Ehren des blutigen Sieges
und zur Danksagung an Gott ausrufen sollte, dafür dass die Schlacht gewonnen war. "

2.- Indianer und die Pilger waren "Freunde" …:

Die obige Aussage stammt direkt aus dem Mund eines Fünftklässlers an der Langen Grundschule in Ohio,
der erklärte, dass die Indianer (Wampanoag) und Pilger nicht "Bestien" oder auch nicht beste Freunde seien.
Getreu dieser Aussage waren die Pilger in Massachusetts alles andere als freundlich.
Bald nach der Ankunft in Plymouth, Massachusetts, gingen Pilger in die Wohnungen und Kornfelder der Indianer
und nahmen alles, was sie wollten, um dafür Perlen zurückzulassen.
Aber das ist nicht das Bild, das von vielen Berichten über das erste Erntedankfest gemalt wird.

Nach einem Bericht eines Kolonisten sagte mir mein Lehrer:
Alles, was in amerikanischen Geschichtsbüchern fehlt, findet man bei James Loewen.
(Zitat)
"Am nächsten Morgen fanden wir in einem Ort ein Grab vor. Wir haben beschlossen, es auszugraben.
Wir fanden zuerst eine Matte und darunter .. ... Wir fanden auch Schüsseln, Tabletts, Schüsseln und dergleichen.
Wir haben einige der schönsten Dinge mitgenommen und den Körper wieder bedeckt. "

Die Pilger siedelten sich in einem Gebiet an, das einst Patuxet war, ein Wampanoag-Dorf,
das jedoch vier Jahre zuvor aufgrund eines tödlichen Ausbruchs einer Seuche, die von europäischen Händlern gebracht wurde,
aufgegeben worden war.
Vor 1616 zählte die Wampanoag 50.000 bis 100.000, die lebten in 69 Dörfern im gesamten südöstlichen Massachusetts
nd östlichen Rhode Island.
Die Pest tötete jedoch Tausende, bis zu zwei Drittel von ihnen. Viele waren auch gefangen und als Sklaven verkauft worden.“

3.- „Indianer und Pilger kamen zusammen, um zu danken und zu feiern…:

1621, als die Pilger eine erfolgreiche Ernte feierten, schossen sie mit Geschützen in die Luft.
Der Wampanoag-Häuptling und 90 Krieger gingen als Reaktion auf das Geschützfeuer in voller Krieger-Kleidung in die Siedlung.

Wie Richard Schiffman von der Huffington Post sagt:
"Es bleibt jedoch eine offene Frage, ob die Wampanoag tatsächlich eingeladen wurden oder ob sie die Party störten."

Die Pilger waren höchstwahrscheinlich nervös - die Wampanoag waren den Pilgern zwei zu eins überlegen;
es war sicherlich nicht das glückliche Bild, so wie das in vielen Geschichtsbüchern erwähnt wurde.

Laut Mashpee Wampanoag, Vorsitzende der Tribal Historic Preservation, Ramona Peters:
"Es war Abraham Lincoln, der das Thema der Pilger und Indianer nutzte, die glücklich miteinander aßen.
Während des Bürgerkrieges versuchte er, die Situation zu beruhigen, als die Leute geteilt waren.
Es war wie eine schöne Einheitsgeschichte. "

4.- "Sie aßen die Truthähne, Süßkartoffeln und Preiselbeersoße beim Ersten Erntedankfest.

Nach vielen historischen Berichten gibt es keine Beweise dafür, dass die Truthähne bei der Mahlzeit von 1621 gegessen wurden,
aber es gab wild lebendes Geflügel (höchstwahrscheinlich Gänse oder Enten).
Süßkartoffeln wurden noch nicht in Nordamerika angebaut und Cranberries sind wohl auch kein wahrscheinliches Dessert,
weil Zucker damals ein unerschwinglicher Luxus war. Andere Lebensmittel auf dem Tisch waren unter anderem Wild, Kürbis,
Succotash (Bohnengemüse) und indianischer Mais.

5.- „Europäer schätzen Squantos Hilfe..:

Viele haben die Geschichte des freundlichen Indianers Squanto gehört, der Englisch von Fischern gelernt hat und später den Pilgern beigebracht hat
wie man Mais und anderes Gemüse anbaut.
Aber was viele Geschichtsbücher nicht teilen, ist, dass Squanto als Junge entführt und in Spanien in die Sklaverei verkauft wurde.
Nach einigen Jahren bemühte sich Squanto, nach Cape Cod zurückzukehren.
Als er in sein Dorf zurückkehrte, entdeckte er, dass er das einzige noch lebende Mitglied seines Stammes war,
- der Rest wurde entweder im Kampf getötet oder starb während seiner Abwesenheit an Krankheiten.

Ein weiterer Mythos wäre, dass Squanto Englisch nur lernte, nur um den Kolonisten zu helfen ;
es war eine Notwendigkeit, seine Flucht zu erleichtern, damit er nach Hause zurückkehren konnte.


6.- „Pilger unterrichteten Indianer über Thanksgiving …:

Laut Loewen ist "Thanksgiving voll von peinlichen Fakten!

Die Pilger haben die Indianer nicht in diese Erntedanks-Tradition eingeführt;
Die Östlichen indianer hatten schon Jahrhundertelang herbstliche Erntefeiern abgehalten.
Unsere modernen Feierlichkeiten gehen zurück bis 1863;
Erst in den 1890er Jahren wurden die Pilger in die Tradition aufgenommen;
niemand nannte diese bis in die 1870er Jahre "Pilger".

https://indiancountrymedianetwork.com/culture/social-issues/6-thanksgiving-myths-share-them-with-someone-you-know/

( Dieser Artikel wurde ursprünglich am 28.11.13 veröffentlicht)



Vincent Schilling:
https://indiancountrymedianetwork.com/culture/arts-entertainment/video-man-on-the-streetever-heard-of-native-american-heritage-month/


Die Wampanoag Seite der Ersten Thanksgiving Geschichte
Aus der einheimischen Perspektive: Die wahre Geschichte von Thanksgiving

Michelle Tirado • 23. November 2011
https://indiancountrymedianetwork.com/news/the-wampanoag-side-of-the-first-thanksgiving-story/


Erntedankfest - Mythen und Fakten
https://news.nationalgeographic.com/news/2010/11/101124-thanksgiving-2010-dinner-recipes-pilgrims-day-parade-history-facts/
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Re: Wie war das nochmal mit den Pilgervätern, der Mayflower

Beitragvon elk » Do 28. Nov 2019, 14:41

Informationen zum kommerziellen "Thanksgiving" in den USA :

U.S. Census Bureau History: Thanksgiving

by Native News Online Staff

28. Nov. 2019

„Im Herbst 1621 feierten 53 Pilger ihr erstes Erntedankfest in der Plymouth-Kolonie mit dem indianischen Häuptling Massasoit und 90 Mitgliedern seines nahe gelegenen indianischen Wampanoag.
Im Jahr 2010 gab die Anzahl der Personen, die angaben, allein oder in Kombination mit einer anderen Rasse oder einem anderen Stamm Wampanoag zu sein, 6.500 an.


Erntedankfest 2019

Veröffentlicht am 28. November 2019

WASHINGTON –„ Am 28. November 2019 feiern die Vereinigten Staaten Thanksgiving. An Thanksgiving können sich Familien und Freunde treffen, gemeinsam essen, Fußball schauen, an Wohltätigkeitsveranstaltungen teilnehmen und die Weihnachts-Einkaufssaison beginnen.

Während des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts proklamierten die US-Präsidenten jedes Jahr am letzten Donnerstag im November Thanksgiving-Tage.
Im Jahr 1939, als die Nation von der Weltwirtschaftskrise heimgesucht wurde, verlegte Präsident Franklin D. Roosevelt den Feiertag zu einem früheren Zeitpunkt des Monats ( Proklamation 2373 ), um Einzelhändlern zu helfen, die hofften, die Amerikaner würden mehr Geld ausgeben, wenn sie zusätzliche Zeit zum Einkaufen für die Feiertage hätten.
Während 32 Staaten Roosevelts früheren Erntedank anerkannten, weigerten sich 16, die Proklamation des Präsidenten anzuerkennen. Zwei Jahre lang hatten die Amerikaner die Wahl zwischen zwei Thanksgiving-Tagen. Am 6. Oktober 1941 verabschiedete der Kongress eine gemeinsame Resolution, die den letzten Donnerstag im November zum gesetzlichen Erntedankfest der Nation erklärte.
Der US-Senat änderte die Resolution am 9. Dezember , in der der Feiertag am vierten Donnerstag im November festgelegt wurde, um den Jahren Rechnung zu tragen, in denen der Monat fünf Donnerstage hatte. Das Repräsentantenhaus stimmte der Änderung zu, und Präsident Roosevelt unterzeichnete die Entschließung am 26. Dezember 1941 .

Heute spiegeln unsere Thanksgiving-Feierlichkeiten die immer vielfältiger werdende Bevölkerung unserer Nation wider. Zu den Festen gehören Pute, Schinken oder Roastbeef. Italienische Aranchini, mexikanisches Chilirelleno, indisches Hühnchen-Vindaloo oder vietnamesisches Brötchen-Cha; und ein Füllhorn von Beilagen, Gemüse, Brot und Desserts. Sie können mehr über die Geschichte von Thanksgiving erfahren und wie wir den Feiertag mit Volkszählungsdaten und -aufzeichnungen feiern.

Beispielsweise:

◦ Nach der Landwirtschaftszählung von 2017 gab das US-Landwirtschaftsministerium bekannt, dass in den USA 2.042.220 landwirtschaftliche Betriebe ansässig sind, auf denen mindestens 1.000 US-Dollar an landwirtschaftlichen Erzeugnissen erzeugt und verkauft wurden oder normalerweise im Laufe des Jahres verkauft würden. Zu diesen Farmen gehören 74.276 Gemüsefarmen, auf denen die traditionellen „Fixings“ unserer Thanksgiving-Gerichte hergestellt werden, darunter: 16.554 Kartoffel- und 4.798 Süßkartoffelfarmen; 8.471 Möhrenzüchter; 6.012 landwirtschaftliche Betriebe, die grüne Erbsen anbauen ; 20.784 landwirtschaftliche Betriebe, die Zuckermais anbauen ; 22.704 Kürbiszüchter . Einige der Früchte und Nüsse für unsere Desserts werden von den landesweiten Obstgärten mit 19.008 Pekannüssen , 7.532 englischen Walnüssen und 26.408 Äpfeln geliefert.

◦ Möchten Sie lieber, dass jemand anderes Ihr Thanksgiving-Abendessen oder Dessert zubereitet? Viele Familien feiern Erntedankfest in einem der 517.908 Restaurants und anderen Restaurants des Landes (NAICS 7225), die an der Wirtschaftszählung 2012 teilgenommen haben. Andere Familien können Desserts servieren, die in einer der landesweiten Bäckereien mit 6.339 Einzelhändlern (NAICS 311811) oder 2.342 gewerblichen Bäckereien (NAICS 311812) zubereitet werden. 210 Hersteller von gefrorenem Kuchen, Kuchen und anderem Gebäck (NAICS 311813); oder 301 Anlagen zur Herstellung von Keksen und Crackern (NAICS 311821).

◦ Thanksgiving Roadtrips haben sich stark verbessert, seit Autofahrer in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stundenlang mit ihren frühen Autos auf den rauen und schlammigen Straßen fuhren, die Städte und Gemeinden miteinander verbanden. Im Jahr 2018 schätzte die American Automobile Association, dass mehr als 54 Millionen Amerikaner nach außerhalb reisten, um Familie und Freunde zum Erntedankfest zu besuchen. Die Mehrheit dieser Reisenden plante Reisen mit einem oder mehreren der 111 Millionen registrierten Automobile oder 983.232 Busse des Landes, die Strecken auf mehr als 4,1 Millionen Meilen öffentlicher Straßen fuhren.

◦ Nach dem Abendessen und dem Nachtisch versammeln sich viele Haushalte um den Fernseher, um Thanksgiving- Fußballspiele zu sehen . Bei der Volkszählung wurden die Haushalte zunächst gefragt, ob sie während der Volkszählung 1950 ein Fernsehgerät besaßen. In diesem Jahr besaßen nur 9 Prozent der Haushalte einen Fernseher. Diese Zahl stieg 1960 auf 65 Prozent und 1970 auf 87 Prozent . Seit 1998 besaßen fast 99 Prozent aller Haushalte in den USA mindestens einen Fernseher.

◦ Sobald das Thanksgiving-Abendessen beendet ist, besuchen viele Amerikaner ihre Lieblingsgeschäfte, um mit dem Einkauf in den Ferien zu beginnen. Im Jahr 2018 berichtete der National Retail Federation, dass mehr als 165 Millionen Link zu einer Website außerhalb des Bundes Die Amerikaner kauften zwischen Thanksgiving Day (22. November) und Cyber Monday (26. November) entweder in Geschäften oder online ein. In den Weihnachtsgeschäften im November und Dezember belief sich der Einzelhandelsumsatz auf insgesamt 707,5 Mrd. USD Link zu einer Website außerhalb des Bundes .

◦ Das US Census Bureau stellte 1997 im Rahmen der aktuellen Bevölkerungsumfrage seine ersten Anfragen zum Internetzugang der privaten Haushalte. Zu diesem Zeitpunkt verfügten 18 Prozent der amerikanischen Haushalte über einen Internetzugang. Im Jahr 2017 verfügten nach Schätzungen der American Community Survey 82,1 Prozent der Haushalte in den USA über einen Computer und Zugang zum Internet.
Ein Jahr später berichtete die National Retail Federation, dass die Amerikaner diese Internetverbindungen nutzten, um 146,8 Milliarden US-Dollar auszugeben während der Weihnachts-Shopping-Saison von November bis Dezember 2018."

http://nativenewsonline.net/currents/u-s-census-bureau-history-thanksgiving/
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